Der Stiefvater von Andreas Hart besucht in Zeuzleben die Tagespflege der Caritas-Sozialstation Sankt Michael. Hart selbst arbeitet in den USA und ist dankbar und zufrieden, dass sein Angehöriger in der Tageseinrichtung im Wernecker Gemeindeteil so gut betreut wird. Im Interview erläutert er seine Einstellung.

 

Frage: Wie sind Sie auf die Tagesbetreuung der Sozialstation Sankt Michael aufmerksam geworden?

Andreas Hart: Die Tagespflege in Zeuzleben ist, denke ich, für viele Anwohner der umliegenden Ortschaften ein fester Begriff. Von daher war es sehr naheliegend, meinen Stiefvater hier als Gast anzumelden.

Frage: Seit wann besucht Ihr Stiefvater die Tagesstätte für Senioren und wie oft kommt er in der Woche dorthin?

Andras Hart: Seit etwa Anfang 2021 kommt mein Stiefvater in die Tagesstätte in Zeuzleben. In der Regel sind es drei Besuche pro Woche: donnerstags, freitags und sonntags. Ab und an hat er am Sonntag eine Einladung, dann meldet er sich einfach vorher bei der Tagespflege ab.

Frage: Lebt Ihr Angehöriger alleine und versorgt sich normalerweise selbstständig?

Andreas Hart: Trotz seiner 85 Jahre kann mein Stiefvater bis heute noch alleine leben. Wir haben zu Hause etwas umgebaut, damit er keine Treppen mehr steigen muss. Das Einkaufen klappt auch noch, und wir haben glücklicherweise eine hervorragende Nachbarschaft, die fast täglich bei ihm vorbei kommt. Obendrein gibt es eine liebevolle Seniorin, die mehrmals die Woche für ihn ein frisches Essen zubereitet.

Frage: Weshalb besucht Ihr Stiefvater die Tagespflege?

Andreas Hart: Nach dem Tod meiner Mutter im Jahr 2020 suchten wir eine Möglichkeit für meinen Stiefvater, ein soziales Umfeld zu schaffen, in dem er sich willkommen und gut aufgehoben fühlt. Gleichzeitig legt er sehr viel Wert auf gute Mahlzeiten, und für das leibliche Wohl wird bei der Tagespflege bestens gesorgt.

Frage: Was schätzen Sie und Ihr Angehöriger dort am meisten?

Andreas Hart: Es gibt sehr viele gute Argumente für die Tagespflege. Mein Stiefvater schätzt eine gewisse Regelmäßigkeit sehr hoch ein, und die Einrichtung ist bis auf sehr wenige Tage im Jahr durchgehend geöffnet. Dies schafft Vertrauen und versprüht Zuverlässigkeit.

Frage: Wie empfinden Sie die Atmosphäre und den Umgang in der Tagespflege?

Andreas Hart: Die Kommunikation mit der Tagespflege klappt hervorragend, und zum Glück lässt sich vieles via Email klären. Zu Beginn des Jahres war mein Stiefvater schwer erkrankt, und wir waren in regelmäßigem Kontakt mit der Tagespflege, um notfalls das Betreuungsmodell anzupassen. Glücklicherweise hat er sich wieder sehr gut erholt.

Frage: Welche weiteren Angebote in der Tagespflege könnte Ihr Angehöriger noch in Anspruch nehmen?

Andreas Hart: Wir hatten versucht, dass mein Stiefvater verstärkt am Aktivtag teilnimmt. Der Ganztagesausflug hat sich aber für ihn als etwas zu viel „Action“ herausgestellt. Das Verwöhnbad klingt nach einer guten Sache, das sollten wir auf jeden Fall testen.

Frage: Wenn Sie weitere Betreuung für Ihren Stiefvater brauchen, etwa einen ambulanten Pflegedienst oder eine Alltagsbegleitung, würden Sie auf die Caritas-Sozialstation Sankt Michael zurückgreifen?

Andreas Hart: Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass es Einrichtungen wie die Caritas-Sozialstation Sankt Michael gibt. Was wir bisher gelernt haben ist, dass jede neue Situation beziehungsweise jede Veränderung des Gesundheitszustandes nur bedingt geplant werden kann. Teilweise sind es auch nur Kleinigkeiten, wie etwa die tägliche Bewegung, die organisiert werden müssen.

Frage: Kommt Ihr Angehöriger als Selbstzahler in die Tagesstätte oder hat er einen Pflegegrad, so dass die Pflegeversicherung einen finanziellen Anteil trägt? Und entspricht das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Tagespflege Ihren Vorstellungen?

Andreas Hart: Mein Stiefvater hat Pflegegrad eins, und die Abwicklung der Abrechnungen mit der Pflegeversicherung bei Bedarf klappt prima. Und ja, Preis-Leistung passt absolut.

Herr Hart, herzlichen Dank für Ihre freimütigen Antworten.