Vorausschauend handeln und dabei das Wohl der Einrichtung und der Mitarbeitenden immer im Blick haben: Das gilt für die Arbeit von Ulrich Buchholz als Einrichtungsleiter der Sozialstation Sankt Michael. Weil er um seinen Rentenbeginn 2030 weiß, sichert er mit einem strukturierten Übergang einen erfolgreichen Start für seine Nachfolgerin Ramona Kuschka. Die 36-jährige Altenpflegerin und Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen durchläuft seit April 2026 ein umfangreiches Einarbeitungsprogramm.

Wie Buchholz so kennt auch Ramona Kuschka die Pflegeaufgaben von Anfang an. Sie hatte 2010 ihr Examen als Altenpflegerin abgelegt und arbeitet seitdem in der ambulanten Pflege der Caritas-Sozialstation Sankt Michael Werneck. Dabei fuhr sie auch die sogenannte Wundtour zu Patienten mit akuten oder chronischen Wunden, sie kümmerte sich um das Qualitätsmanagement der Einrichtung und assistierte auch der Pflegedienstleitung.

Nach einer Pause aufgrund der Geburt ihrer beiden Kinder begann Ramona Kuschka neben ihrer Arbeit in der Pflege die Weiterbildung zur Fachwirtin bei der IHK, auf privater Basis. „Ich habe gemerkt, dass ich gerne mehr wissen und weiterkommen möchte“, erklärt die engagierte 36-Jährige.

Weiterbildung zur Fachwirtin auf privater Basis

Am Wochenende lernte sie daher, wie betriebliche Prozesse geplant, organisiert und optimiert werden können, wie die Führung von Personal und die Qualifizierung der Mitarbeiter erfolgt, wie eine gute Kommunikation nach innen und nach außen funktioniert. Es ging um Strategien, wie Unternehmensziele zu erreichen und wie Entscheidungen zu treffen sind. Marketing, Finanzplanung und Investitionskonzepte waren wichtige Lehrinhalten zur Fachwirtin.

Mit ihrem Abschluss überraschte sie Anfang 2023 Einrichtungsleiter Buchholz, der sich – abgestimmt mit dem Vorstand des Vereins – im Hinblick auf seinen geplanten Ruhestand 2030 für eine strukturierte Einarbeitung Kuschkas in die Leitung der Sozialstation entschied. Um diesen langsamen Prozess von außen begleiten zu lassen, holt er immer wieder Coaches nach Werneck.

Trainee-Programm mit neuen Erfahrungen 

Seit April 2026 befindet sich Ramona Kuschka nun im Trainee-Programm und sammelt neue Erfahrungen. Neben ihrer Arbeit in der ambulanten Pflege erlebt sie an zwei Tagen die Woche die Leitungsarbeit mit, wobei die Entscheidungsbefugnis weiterhin bei Ulrich Buchholz liegt. Sie kümmert sich bereits um die Öffentlichkeitsarbeit, um die Organisation von Fortbildungen, unterstützt Buchholz bei dessen Entwicklung neuer Projekte oder richtet für die Einrichtung den sicheren digitalen Kommunikationsweg mit verschlüsselten Anschlüssen an die Gesundheitsinfrastruktur ein.

Als offen, kommunikationsstark und belastbar, als Frau „mit dem Herz am rechten Fleck“, so Buchholz, liegt ihr vor allem das Wohlergehen der Menschen, der Klienten, Patienten, deren Angehörigen und der 151 Mitarbeitenden der Sozialstation am Herzen. „Unser Ziel ist es nach wie vor, alles zu schaffen, damit die Menschen im Alter daheim bleiben und ihre Angehörigen entlastet werden können“, sagt Buchholz.

Für seine Nachfolgerin gilt dasselbe Ziel. Sie wird sich auch in die Arbeit in der Tagespflege und der Alltagsbegleitung einarbeiten, um ganz praktisch zu erleben, was die Menschen brauchen, die die Hilfe der Sozialstation suchen.