Christiane ist 16 Jahre jung und weiß noch nicht so recht, was sie nach der Schule beruflich machen wird. Da ist ihr das Praktikum in der Tagespflege für Senioren der Caritas-Sozialstation Sankt Michael in Werneck-Zeuzleben eine Hilfe: Drei Wochen lang kann die Schülerin in viele Bereiche der Tagespflege hineinschnuppern und erkennen, was ihr Spaß macht und was nicht. Und ob sie später einen Beruf im Bereich Pflege oder Hauswirtschaft ergreifen wird.

Sorgfältig deckt Christiane an diesem Vormittag die Tische im Speisesaal für das Mittagessen der Seniorinnen und Senioren ein. „Das haben wir auch in der Schule gelernt“, erzählt die Schülerin der Schweinfurter Adolph Kolping-Berufsschule. „Genauso wie das Kochen oder das Bedienen der Gäste.“ Christiane besucht im Berufsvorbereitungsjahr den Bereich Hauswirtschaft. „Das gefällt mir, und das Kochen macht mir richtig Spaß“.

Den Berufsalltag erleben

Schon zum zweiten Mal leistet die 16-Jährige ein Schul-Praktikum in der Seniorentagespflege. „Mir hat es beim ersten Mal gut gefallen, die Leute sind alle so nett hier und die Atmosphäre ist locker“, meint sie. „Jeder erklärt, was zu tun ist und geht auf mich ein“, sagt das schüchterne Mädchen. „Alle sind so hilfsbereit“.

Was Christiane in ihrem Praktikum erlebt, ist der Berufsalltag, der für die Beschäftigten auch einmal stressig sein kann. Sie erkennt, wie die Abläufe im Haus funktionieren müssen. Oder ob ihr der Umgang mit den Seniorinnen und Senioren zusagt oder ob sie lieber alleine arbeiten möchte.

Praktische Erfahrungen machen

Bei den praktischen Erfahrungen, vom Servieren des Essens über die Wäschepflege bis zum Bedienen der Spülmaschine, kümmern sich die Mitarbeiterinnen in der Einrichtung um das Mädchen. Hauswirtschafterin Sabine Schmitt erklärt ihm die Vorgänge und beantwortet seine Fragen. „Das machen aber alle hier“, sagt sie.

Für Christiane ist das Praktikum ein Gewinn. „Da kann man richtig erleben, wie der Alltag abläuft“, hat sie erfahren. Ihre Entscheidung über den Berufszweig muss sie nun bald fällen, denn das Schuljahr dauert nicht mehr lange.