Du denkst daran, eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann zu beginnen? Die Sozialstation Sankt Michael in Werneck mit ihrem Ambulanten Pflegedienst bietet Dir einen Platz für die generalistische Pflegeausbildung. Das Besondere bei uns: Wir lassen Dich in der Ausbildungszeit nicht allein, sondern stellen Dir unsere Praxisanleiterinnen zur Seite. Damit Du immer gut begleitet wirst.

Was heißt denn generalistische Pflegeausbildung?

Praxisanleiterin Isabella Fuchs: Die dreijährige generalistische Ausbildung in Theorie und Praxis verbindet die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Mit dem Abschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte dann in allen Pflegebereichen arbeiten, also bei der Sozialstation, im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

Wie sieht die Ausbildung bei der Sozialstation Sankt Michael aus?

Isabella Fuchs: Im ersten Lehrjahr erleben die Auszubildenden etwa acht Monate lang unseren Ambulanten Pflegedienst. Sie begleiten die Pflegefachkräfte auf ihrer Tour zu den Klienten zuhause und helfen ihnen bei den verschiedenen Aufgaben, sei es der Körperpflege oder dem Richten von Mahlzeiten. Der Berufsschulunterricht erfolgt im Block, jeweils zwei bis vier Wochen am Stück. Außerdem erhalten die Azubis Einblicke in unsere Dokumentation, in die Archivarbeit und in die Computer-Verwaltung. Nach dieser ersten Zeit folgen die weiteren vorgeschriebenen Einsätze in anderen Einrichtungen.

Wie unterstützen die Praxisanleiterinnen?

Isabella Fuchs: Wir sind hier drei Pflegefachfrauen, die sich zur Praxisanleiterin weitergebildet haben. Während des Hausbesuchs bei einer Klientin oder einem Klienten zeige ich der Auszubildenden, wie die Hilfe am besten geleistet wird, beispielsweise wie der Hebelifter bedient wird. Ich gebe Tipps, wie bestimmte Handgriffe zu erledigen sind. Nach einem Einsatz bespreche ich dann mit ihr, was gut gelaufen ist oder worauf noch besser geachtet werden muss. Auf keinen Fall kritisiere ich jemanden im Beisein der Klientin oder des Klienten.

Praxisanleiterin Ellen Frick: Wir erstellen für die Azubis außerdem bestimmte Lernaufgaben, die sie nach der Tour erledigen müssen. Das heißt, sie bekommen Lernzeit innerhalb ihrer Arbeitszeit.

In welchen anderen Einrichtungen werden die Sankt Michael-Azubis noch ausgebildet?

Isabella Fuchs: Unsere Auszubildenden müssen auch die Arbeit in anderen Pflegeeinrichtungen kennenlernen, also im stationären Pflegeheim, im Krankenhaus, in der Kinderstation einer Klinik, auch in der Psychiatrie. Ein ebenfalls vorgeschriebener geriatrischer Einsatz kann in unserer Senioren-Tagespflege in Zeuzleben absolviert werden.

Wann kommen die Auszubildenden wieder zurück zur Sozialstation?

Ellen Frick: Am Ende des zweiten oder zu Beginn des dritten Lehrjahres haben unsere Auszubildenden ihren sogenannten Vertiefungseinsatz wieder hier in unserer Sozialstation in Werneck. Sie unterstützen dann unsere Pflegekräfte und bereiten sich auf die Abschlussprüfung vor.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung bei der Sozialstation Sankt Michael?

Isabella Fuchs: Die Sozialstation Sankt Michael zahlt nach dem Tarifwerk der Caritas, den Arbeitsvertragsrichtlinen (AVR). Im ersten Jahr erhalten Auszubildende etwa 1200 Euro brutto im Monat, im zweiten Lehrjahr 1300 Euro und im dritten Lehrjahr 1400 Euro.

Werden die Auszubildenden nach bestandener Prüfung auch übernommen?

Ellen Frick: Sehr gerne übernimmt die Sozialstation ihre Auszubildenden. Denn sie haben ja schon den Einblick in unsere spezielle Arbeit in der ambulanten Versorgung.

Was müssen die Auszubildenden mitbringen?

Ellen Frick: Die schulische Voraussetzung ist die Mittlere Reife. Und ab dem dritten Lehrjahr müssen sie einen Führerschein haben, damit sie, bei entsprechender Eignung, zur ambulanten Versorgung unserer Klienten fahren können.

Isabella Fuchs: Wer in den Pflegeberuf geht, muss offen sein und Interesse am Menschen haben, auch an seiner Geschichte. Denn natürlich erlebt man die unterschiedlichsten Situationen. Aber man muss immer den Menschen als Menschen sehen. Wenn man ihn kennenlernt, versteht man vieles.

Ellen Frick: Wir sind in der Ambulanten Pflege, anders als beispielsweise im Pflegeheim oder im Krankenhaus, so lange vor Ort, bis jemand fertig ist, auch wenn es mal länger dauert. Diese Zeit muss man geben. Aber man macht es gerne. Und wenn Patienten sich freuen und lächeln, das ist dann das Schönste.

Was schätzen Sie an ihrer Arbeit als Praxisanleiterin?

Ellen Frick: Ich habe die Gelegenheit zu dieser Weiterbildung angeboten bekommen und absolviere gerade noch die nötigen 400 Stunden. Es ist definitiv sehr interessant und eine Bereicherung für mich. Man lernt dabei viel Neues, denn in der Pflegeausbildung ändert sich permanent etwas. Ich bin dankbar, dass ich das mitnehmen und auch an die Kolleginnen weitergeben kann.

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